Konjunkturprognose 2025 Aschaffenburg: Prof. Dr. Hartwig Webersinke beim WJ-Abend im Martinushaus
Fotografie·Januar 2025·Von Jens Bergander

Konjunkturprognose 2025 Aschaffenburg: Was Prof. Webersinke den Wirtschaftsjunioren mitgab

Prof. Dr. Webersinke beim WJ-Abend Aschaffenburg

Aschaffenburg, 29. Januar 2025. Die Wirtschaftsjunioren luden ins Martinushaus, und Prof. Dr. Hartwig Webersinke, Dekan der Hochschule Aschaffenburg, präsentierte seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr.

Ich war als Fotograf vor Ort und habe den Abend dokumentiert. Er zeigte mehr als Zahlen und Kurven: ein echtes Stimmungsbild der regionalen Wirtschaft zu Jahresbeginn.

Nüchtern, aber nicht hoffnungslos

Prof. Webersinke ist kein Mann der großen Gesten. Sein Vortrag war sachlich, gut strukturiert und angenehm frei von Schönfärberei. Er skizzierte, was Unternehmer in Unterfranken 2025 erwarten können: geopolitische Unsicherheiten, eine Inflation, die sich langsam entspannt, und eine Zinspolitik, deren Auswirkungen auf die Konsumnachfrage noch nicht vollständig absehbar sind.

Das Besondere an seinem Ansatz: Er bleibt regional. Die nationale Lage interessiert ihn als Rahmen, aber was ihn antreibt, ist die Frage, was das konkret für den Mittelstand in der Region bedeutet. Diese Regionalität ist auch der Grund, warum die Wirtschaftsjunioren Webersinke Jahr für Jahr wieder einladen: Seine Prognose ersetzt keine bundesweite Wirtschaftsberichterstattung, sondern ergänzt sie um die Perspektive, die für Unternehmer vor Ort tatsächlich zählt.

Konjunkturprognose 2025 – Prof. Dr. Hartwig Webersinke, Hochschule Aschaffenburg

Fragen, die zählen

Nach dem Vortrag kam das Publikum zu Wort. Unternehmer fragten nach konkreten Folgen für ihre Branchen. Digitalisierung, Fachkräftemangel, Innovationsdruck. Die Diskussion war offen und direkt, ohne die üblichen Höflichkeitspuffer. Besonders die Fragen zur Digitalisierung zeigten, wie unterschiedlich die Ausgangslage in den Betrieben ist, während einige schon mitten in der Umstellung stecken, stehen andere noch ganz am Anfang.

Webersinke antwortete klar und ohne Ausweichen. Genau das schätzen die Wirtschaftsjunioren an solchen Abenden: kein Berater-Sprech, sondern jemand, der seine Einschätzung auch verteidigt. Das kam im Saal spürbar gut an.

Was danach passiert

Der eigentliche Abend zeigt sich beim Networking. Beim Fingerfood entstehen Gespräche, die in keiner Tagesordnung stehen. Kontakte knüpfen, Ideen austauschen, Perspektiven vergleichen. Das Martinushaus bot dafür den richtigen Rahmen. Solche informellen Gespräche nach einem Vortrag sind für viele Teilnehmer der eigentliche Grund, warum sie zu WJ-Abenden kommen, der fachliche Input ist der Anlass, das Netzwerk der eigentliche Wert.

Meine Aufgabe war, diesen Abend so festzuhalten, wie er war. Die Konzentration im Vortrag, die lebhafte Diskussion danach, die entspannten Gespräche beim Buffet. Kontakte, die manchmal Monate später zu echten Kooperationen zwischen den anwesenden Unternehmen führen.

Was die Prognose konkret bedeutet

Drei Themen zogen sich durch den Abend: geopolitische Unsicherheiten, die Lieferketten und Exportgeschäft weiter belasten, eine Inflation, die sich zwar entspannt, aber noch nicht auf Vorkrisenniveau zurückgekehrt ist, und eine Zinspolitik, deren volle Wirkung auf die Konsumnachfrage sich erst mit Verzögerung zeigt.

Webersinke ordnete diese drei Faktoren nicht abstrakt ein, sondern übersetzte sie direkt in die Frage, die die Unternehmer im Raum am meisten interessierte: Wie wirkt sich das konkret auf Auftragslage, Investitionsbereitschaft und Personalplanung im nächsten Jahr aus. Genau diese Übersetzung von der abstrakten Kennzahl in die unternehmerische Praxis machte den Vortrag für das Publikum im Martinushaus so greifbar.

Ein Fotograf zwischen Vortrag und Publikum

Bei einem Vortragsabend wie diesem verteilt sich die eigentliche Geschichte auf zwei Orte gleichzeitig: vorne am Rednerpult und im Publikum selbst. Ich habe mich bewusst zwischen beiden Positionen bewegt, um sowohl Webersinke in seinen prägnantesten Momenten einzufangen als auch die Reaktionen im Saal, das Nicken bei einer zutreffenden These, das kurze Stirnrunzeln bei einer unbequemen Zahl.

Genau dieses Wechselspiel macht eine gute Eventreportage aus einem Vortragsabend aus. Sie hält fest, dass gesprochen wurde, und zeigt zugleich, wie das Gesagte im Raum ankam. Beides zusammen ergibt am Ende ein vollständigeres Bild des Abends, als es reine Rednerfotos je könnten.

Warum ein regionaler Blick auf die Konjunktur zählt

Bundesweite Konjunkturdaten sind für einen Handwerksbetrieb oder ein mittelständisches Unternehmen in Unterfranken oft nur bedingt aussagekräftig. Genau deshalb war Webersinkes regionaler Fokus so gefragt: Er rechnete vor, wie sich die genannten Faktoren speziell auf Branchen auswirken, die in der Region stark vertreten sind, produzierendes Gewerbe, Handwerk, Dienstleister für den Mittelstand. Auch der Fachkräftemangel, ein Dauerthema in der Region, tauchte in seiner Einordnung immer wieder auf, verknüpft mit der Frage, wie Digitalisierung und Prozessoptimierung den Engpass zumindest teilweise abfedern können.

Diese Übersetzung von der großen Schlagzeile auf die konkrete regionale Wirtschaft ist der eigentliche Mehrwert solcher WJ-Abende. Wer nur die Tagesschau verfolgt, bekommt Zahlen ohne Kontext. Wer bei einem Vortrag wie diesem dabei ist, bekommt Einordnung, die direkt in die eigene unternehmerische Entscheidung einfließen kann.

Impressionen

Meine Rolle

Als Eventfotograf dabei

Vortragsabende wie dieser leben von Momenten, die schnell vorbei sind. Der Blick ins Publikum während einer kritischen These, die kurze Pause vor einer Antwort, das Gespräch, das sich beim Buffet ergibt. Ich fotografiere so, dass diese Momente lesbar bleiben.

Lieferung per Cloud, freigabefertig für Presse, Website und interne Kommunikation. Auf Wunsch liefere ich zusätzlich eine kurze Video-Zusammenfassung der wichtigsten Vortragsmomente.

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Jens Bergander

Jens Bergander

Fotograf & Videograf · screen-box · Aschaffenburg

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