
Reel-Produktion Winterdienst Aschaffenburg: wie die Stadt ihre Straßen frei hält
Ein Instagram-Reel über den Einsatz von Bauhof, Garten- und Forstamt im Winter
Wenn in Aschaffenburg Schnee fällt, beginnt für den städtischen Winterdienst eine Nacht- und Frühschicht, die kaum jemand zu Gesicht bekommt. Für die Stadt Aschaffenburg haben wir ein Reel produziert, das genau diesen Einsatz zeigt: hinter dem Steuer der Räumfahrzeuge, auf dem Bauhof, mitten in der Vorbereitung auf den nächsten Wintereinbruch.
Der Auftrag kam von der Stadtverwaltung, die den Winterdienst nicht als reine Pflichtaufgabe abhaken wollte, sondern zeigen wollte, was dahintersteckt: eine durchorganisierte Zusammenarbeit mehrerer Ämter, die dafür sorgt, dass Aschaffenburg auch bei Schnee und Eis sicher unterwegs bleibt. Für Social Media brauchte es dafür ein kurzes, dichtes Format, das die Größenordnung des Einsatzes in wenigen Sekunden vermittelt, ohne dabei die Fakten zu verlieren, die diesen Einsatz erst greifbar machen.

Vier Ämter, ein gemeinsamer Einsatz
Der Winterdienst in Aschaffenburg ist kein isoliertes Projekt einer einzelnen Abteilung. Mitarbeitende aus dem Bauhof, dem Gartenamt, dem Forstamt und den Entsorgungsbetrieben ziehen bei Schnee und Glätte an einem Strang. Für die Reel-Produktion war genau das der interessante Punkt: Wer glaubt, Winterdienst sei nur ein paar Räumfahrzeuge, die morgens ihre Runden drehen, unterschätzt, wie viele unterschiedliche städtische Bereiche dafür zusammenarbeiten müssen.
Diese Zusammenarbeit über Amtsgrenzen hinweg wollten wir im Bild einfangen. Nicht als abstrakte Organisationsstruktur, sondern konkret: Menschen, die im Dunkeln ausrücken, Fahrzeuge, die beladen werden, und die kurzen, eingespielten Handgriffe, die zeigen, dass hier niemand improvisiert. Gerade weil vier verschiedene Ämter beteiligt sind, braucht es eine gemeinsame Abstimmung, die im Alltag unsichtbar bleibt und im Reel erstmals sichtbar wird: wer wann losfährt, welches Fahrzeug welche Strecke übernimmt und wie die Übergabe zwischen den Schichten funktioniert.
Das Streugebiet in Zahlen
0 km
Fahrbahnen
0 km
Gehwege
0 km
Radwege
Die Größenordnung:
Die schiere Fläche, die der Winterdienst in Aschaffenburg abdeckt, ist beeindruckend: rund 360 Kilometer Fahrbahnen, 600 Kilometer Gehwege und 80 Kilometer Radwege müssen bei Bedarf freigehalten werden. Für ein Reel sind solche Zahlen Gold wert, weil sie in Sekunden begreifbar machen, warum dieser Einsatz eine echte logistische Leistung ist und kein Nebenjob mit dem Schneeschieber.
Genau diese Diskrepanz zwischen der stillen, oft nächtlichen Arbeit und der enormen Fläche, die dahintersteckt, war der rote Faden für die Bildsprache: kurze, klare Einstellungen von Fahrzeugen in Bewegung, kombiniert mit den Kilometerzahlen als Text-Overlay, damit die Größe des Einsatzes sofort sitzt. Jede dieser Zahlen steht für Strecken, die bei Schneefall unter Zeitdruck befahren werden müssen, oft mehrfach am Tag, weil sich Schnee und Glätte innerhalb weniger Stunden wieder neu bilden können.
Wer zuerst dran ist: die Prioritäten im Streuplan
Während der regulären Dienstzeit sind bis zu 106 Mitarbeitende im Winterdienst im Einsatz, außerhalb der normalen Arbeitszeiten übernehmen 32 Mitarbeitende in Bereitschaft. Bei jedem Einsatz entscheidet die Leitung neu, je nach Tageszeit, Wochentag und aktueller Situation, welche Bereiche zuerst angefahren werden. Diese Entscheidung passiert nicht nach Gefühl, sondern nach einer klaren Grundregel.
Brücken, das Klinikum, die Buslinien und Schulen haben Priorität. Erst wenn diese sicherheitsrelevanten Routen frei sind, geht es in die Wohngebiete. Für das Reel war das ein Aspekt, den wir bewusst mit aufgenommen haben: Die Reihenfolge, in der geräumt wird, ist kein Zufall, sondern folgt einer Logik, die im Ernstfall Leben schützt, bevor sie Komfort schafft. Wer morgens auf dem Weg zur Arbeit über eine bereits geräumte Brücke fährt, sieht selten, dass genau diese Priorisierung dahintersteckt.
Wie wir den Dreh für die Reel-Produktion angegangen sind
Für dieses Format war klar: Wir brauchen echte Einsatzsituationen, keine gestellten Szenen. Also haben wir uns in die frühen Arbeitszeiten des Winterdienstes eingeklinkt, zwischen Bauhof, den ausrückenden Fahrzeugen und den ersten geräumten Straßen. Kein aufwendiges Set, keine Regie im klassischen Sinn, sondern ein Blick dafür, wann ein Moment die eigentliche Arbeit klar zeigt: das Beladen mit Streugut, der Blick aus dem Führerhaus in der Dunkelheit, die freigeräumte Fahrbahn im ersten Licht.
Weil das fertige Reel im Hochformat auf Instagram laufen sollte, haben wir von Anfang an vertikal mitgedacht: Fahrzeuge, die von vorne oder seitlich ins Bild fahren, statt breiter Landschaftseinstellungen, die im 9:16-Format ohnehin verloren gehen würden. Kurze Schnitte, klare Text-Overlays für die wichtigsten Zahlen und ein Tempo, das zum Format passt, das die meisten Zuschauer nur wenige Sekunden lang wirklich hinschauen.
Unsere Rolle
Als Videoteam für die Reel-Produktion dabei
Wir haben das Material für dieses Reel im laufenden Winterdienstbetrieb gedreht, im Hochformat für Instagram und Social Media, mit kurzen, dichten Einstellungen statt langer Erklärstrecken. Ziel war ein Format, das in den ersten Sekunden hängen bleibt und trotzdem die wichtigsten Fakten transportiert: wie viele Menschen im Einsatz sind, welche Fläche abgedeckt wird und nach welcher Priorität geräumt wird. Für eine Stadtverwaltung ist das ein anderer Auftrag als ein klassisches Unternehmensvideo: Es geht nicht um ein Produkt, sondern um Vertrauen in eine Leistung, die Bürgerinnen und Bürger jeden Winter in Anspruch nehmen, ohne sie je bewusst wahrzunehmen.
Geliefert wurde ein fertig geschnittenes, direkt auf den Instagram-Kanälen der Stadt Aschaffenburg einsetzbares Reel inklusive Text-Overlays für die zentralen Zahlen und Fakten, damit die Botschaft auch mit Ton aus verständlich bleibt. So funktioniert das Video sowohl im Feed als auch in der Story, unabhängig davon, ob jemand mit oder ohne Ton scrollt.
Ein Reel oder Kurzvideo für Ihre Institution oder Ihr Unternehmen? Wir helfen gerne.

Jens Bergander
Fotograf & Videograf · screen-box · Aschaffenburg
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