
Viva México: WJ Sommerfest 2025 der Wirtschaftsjunioren Aschaffenburg
Viva México – Eventfotografie beim Netzwerkabend
Das Motto war Programm: Viva México. Und die Wirtschaftsjunioren Aschaffenburg haben es ernst genommen.
Im Juli 2025 war ich als Eventfotograf beim jährlichen Sommerfest der WJ Aschaffenburg dabei. Was mich bei dieser Veranstaltung jedes Mal fasziniert: Es ist kein Gala-Abend, kein Podiumsprogramm, keine feste Agenda. Es ist einfach ein Abend, an dem Leute zusammenkommen. Und genau diese Leichtigkeit macht es fotografisch interessant. Genau diese Leichtigkeit stand auch dieses Jahr wieder im Mittelpunkt.
Wenn Netzwerken nicht nach Arbeit klingt
Das WJ Sommerfest ist ein fester Termin im Kalender der regionalen Wirtschaft. Und trotzdem wirkt es nicht wie ein Pflichttermin. Die Leute kommen, weil sie wollen. Das merkt man den Gesprächen an, der Körpersprache, der Art, wie sich Gruppen bilden und wieder auflösen.
Als Fotograf ist das der beste Ausgangspunkt: Wenn niemand auf die Kamera wartet, entstehen die ehrlichsten Bilder. Ich bewege mich durch den Abend, finde Positionen, warte ab. Kein Auftrag für perfekte Gruppenfotos, sondern für echte Momente. Ich suche mir Position, warte, beobachte, und erst wenn sich zwei Menschen wirklich in ein Gespräch vertiefen, drücke ich ab. Diese Geduld zahlt sich am Ende in Bildern aus, die echt wirken, weil sie es sind.
Summer Vibes
Das Motto macht den Abend
Viva México ist kein Aufkleber auf einer Veranstaltung. Hier hat das jemand durchgezogen: Deko, Essen, Atmosphäre. Das trägt die Stimmung, gibt dem Abend einen Charakter. Und für mich als Fotograf bedeutet das: Die Bilder erzählen nicht nur von den Leuten, sondern auch von dem Abend selbst.
Solche Veranstaltungen mit klarem Konzept sind leichter zu fotografieren als offene Abende ohne Rahmen. Das Thema gibt Orientierung, erzeugt Farben, erzeugt Hintergründe. Ich nutze das. Bei einem Fest ohne erkennbares Thema fehlt oft genau dieser rote Faden, die Bilder wirken dann beliebiger, auch wenn die Stimmung genauso gut war.
Was von einem Abend bleibt
Am Ende des Abends habe ich Hunderte Fotos. Was davon wirklich übrig bleibt: ein Dutzend Bilder, die den Abend erzählen. Das Lachen in einem Gespräch, der kurze Moment zwischen zwei Sätzen, zwei Menschen die sich gerade kennenlernen. Diese Auswahl zu treffen ist die eigentliche Arbeit nach dem Fest, aus der Fülle des Abends genau die Bilder herauszufiltern, die ihn am treffendsten erzählen.
Für die Wirtschaftsjunioren sind das keine Dekorationsbilder. Sie landen auf LinkedIn, in Berichten, in der internen Kommunikation. Bilder, die zeigen: hier passiert etwas. Hier ist eine lebendige Gemeinschaft.
Ein Motto, das sich durch den ganzen Abend zieht
Viva México war nicht nur ein Aufhänger für die Einladung, sondern hat den Abend tatsächlich geprägt: Farbenfrohe Deko, mexikanisch inspiriertes Essen, Musik, die zum Motto passte. Solche durchdachten Themenabende erleichtern die fotografische Arbeit erheblich, weil das Motto selbst schon für visuelle Vielfalt sorgt, Farben, Texturen, kleine Details, die sich sonst mühsam inszenieren lassen müssten.
Für die Wirtschaftsjunioren war der Aufwand hinter dem Motto Teil der Botschaft: Wer so viel Sorgfalt in ein Sommerfest steckt, zeigt auch als Netzwerk, dass es sich lohnt, dabei zu sein. Ein Detail, das im nächsten Jahr sicher wieder Thema sein wird.
Networking ohne Networking-Gefühl
Was das WJ Sommerfest von klassischen Business-Events unterscheidet, ist die Abwesenheit jeder Agenda. Kein Vortrag, kein Programmpunkt, der den Abend unterbricht, nur Raum für Gespräche, die sich von selbst entwickeln. Genau das macht es für mich als Fotograf zur größten Herausforderung und zugleich zur größten Chance: Ohne festen Ablauf muss ich den Abend selbst lesen, erkennen, wo sich gerade ein Moment entwickelt, bevor er wieder vorbei ist.
Diese Unvorhersehbarkeit ist der Grund, warum dokumentarische Eventfotografie bei einem solchen Format so viel authentischer wirkt als inszenierte Gruppenfotos. Niemand posiert für die Kamera, weil niemand weiß, wann sie gerade draufhält.
Vom hellen Nachmittag bis in den Abend
Ein Sommerfest zieht sich über Stunden, und das Licht verändert sich dabei ständig. Am frühen Abend arbeite ich noch mit dem natürlichen Tageslicht, das Gesichter weich und die Farben der Deko klar zeigt. Je später es wird, desto mehr übernimmt Kunstlicht und Ambientebeleuchtung die Stimmung, wärmer, intimer, mit mehr Kontrast. Zwischendrin liegt eine Phase, in der beide Lichtquellen sich mischen, oft die spannendste Zeit für ungewöhnliche Aufnahmen.
Diesen Übergang fotografisch mitzunehmen, statt ihn zu ignorieren, macht eine Bildstrecke über den ganzen Abend erst vollständig. Wer nur die ersten Stunden dokumentiert, verpasst genau die Momente, in denen ein Fest seine entspannteste, gelöste Phase erreicht.
Impressionen
Meine Rolle
Als Eventfotograf beim WJ Sommerfest
Ich war den gesamten Abend vor Ort und habe die Veranstaltung dokumentarisch begleitet. Kein inszeniertes Shooting, kein Auftrag für Gruppenfotos auf Bestellung. Meine Aufgabe: den Abend so einfangen, wie er war. Atmosphäre, Gespräche, Stimmung.
Das Ergebnis sind Bilder, die der WJ Aschaffenburg für LinkedIn, Website und interne Kommunikation zur Verfügung stehen. Geliefert wird ein kuratierter Satz fertig bearbeiteter Fotos, die den Abend in seiner ganzen Breite zeigen. Die Auswahl ist bewusst kuratiert, nicht die volle Rohmenge, damit jedes Bild für sich funktioniert.
Nächstes Event in Aschaffenburg geplant? Ich bin dabei.

Jens Bergander
Fotograf & Videograf · screen-box · Aschaffenburg
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