
Business Portraits Köln: ein Fotoshooting im Eurowings Headquarter
Mobiles Lichtsetup für Unternehmensporträts in Köln
Business Portraits Köln im Headquarter von Eurowings: Wir haben einen Teil der Unternehmensgruppe vor Ort fotografiert, mit mitgebrachtem Licht statt mit dem, was der Raum hergibt.
Porträts im eigenen Haus haben einen Vorteil und einen Haken. Der Vorteil: Niemand muss reisen, die Termine lassen sich in den Arbeitstag legen. Der Haken: Büroräume sind nicht zum Fotografieren gebaut. Deshalb bringen wir das Licht mit und bauen es so auf, dass es in einer halben Stunde steht.

Warum wir das Licht mitbringen
Bürobeleuchtung ist auf Arbeitsplätze ausgelegt, nicht auf Gesichter. Die Panels hängen senkrecht über dem Kopf, was Schatten in die Augenhöhlen und unter die Nase zeichnet. Dazu mischt sich Tageslicht vom Fenster mit warmem Kunstlicht, und beide haben unterschiedliche Farbtemperaturen. Auf dem Bild sieht das aus wie ein Farbstich, den man nachträglich nur mit Verlusten geradebiegt.
Wir schalten das vorhandene Licht deshalb nach Möglichkeit aus und arbeiten mit einem eigenen, mobilen Aufbau. Das kostet zu Beginn etwas Zeit, spart sie aber bei jedem einzelnen Porträt wieder ein, weil alle Bilder unter identischen Bedingungen entstehen. Am Ende sieht die ganze Serie aus wie eine Serie und nicht wie eine Sammlung.
Impressionen
Mobiles Dreipunktlicht im Besprechungsraum
Der Aufbau folgt dem klassischen Dreipunktlicht: ein Führungslicht, das die Form des Gesichts bestimmt, ein Aufhelllicht, das die Schatten auf der Gegenseite öffnet, und ein Licht von hinten, das die Person vom Hintergrund trennt. Diese Trennung ist der Grund, warum ein Porträt räumlich wirkt statt aufgeklebt.
Mobil heißt: Alles passt in Koffer, läuft auf Akku und kommt ohne feste Installation aus. In einem Besprechungsraum lässt sich damit in kurzer Zeit ein Setting aufbauen, das einem Studio nahekommt, und nach dem letzten Porträt ist der Raum wieder ein Besprechungsraum.
Feathered Top Light und das Clamshell-Prinzip
Für die Porträts selbst arbeiten wir mit einem Licht von oben, das nicht mittig auf das Gesicht zielt, sondern am Rand vorbeistreift. Diese Technik heißt Feathered Top Light: Man nutzt die weiche Kante des Lichtkegels statt seiner harten Mitte. Das Ergebnis ist ein weicherer Übergang zwischen hell und dunkel, ohne dass das Bild flau wird.
Ergänzt wird das durch ein Clamshell-Setup, auf Deutsch Muschel-Aufbau. Die Octabox hängt dabei senkrecht von oben knapp vor dem Gesicht, und von unten, etwa auf Bauch- bis Brusthöhe, kommt Licht zurück. Beide Elemente stehen wie die zwei Hälften einer Muschel zueinander, daher der Name. Das Licht von unten füllt genau die Schatten, die das Oberlicht erzeugt: unter Augen, Nase und Kinn.
Warum ein gebogener Reflektor statt eines flachen
Als unteres Element haben wir eine Half Pipe ins Setting integriert, also einen gebogenen Reflektor. Ein flacher Reflektor wirft das Licht in eine Richtung zurück. Ein gebogener bündelt es zur Person hin und legt es um das Gesicht herum, statt es nur von vorne draufzuwerfen. Der Unterschied ist auf dem Bild deutlich sichtbar.
Der zweite Effekt betrifft die Augen. Ein gebogener Reflektor erzeugt einen durchgehenden, leicht geschwungenen Lichtreflex in der Pupille statt eines kleinen weißen Punktes. Das klingt nach einem Detail, entscheidet aber darüber, ob ein Porträt wach wirkt oder müde. Genau deshalb heißt dieses Zubehör im Fachhandel auch EyeLighter.
45 Megapixel: wofür die Auflösung gebraucht wird
Fotografiert haben wir mit der Canon EOS R5 Mark II und ihren 45 Megapixeln. Diese Auflösung ist keine Zahlenspielerei, sondern eine praktische Reserve. Ein Unternehmensporträt wird selten nur einmal verwendet: Es landet im LinkedIn-Profil als Quadrat, auf der Website als Hochformat, in der Pressemappe als Querformat und gelegentlich im Druck.
Jeder dieser Ausschnitte kostet Bildfläche. Wer mit wenig Auflösung startet, hat nach dem zweiten Beschnitt nichts mehr übrig und braucht einen neuen Termin. Mit 45 Megapixeln lassen sich alle Formate aus derselben Aufnahme herausschneiden, ohne dass Schärfe verloren geht. Das ist der eigentliche Grund für die Kamerawahl, nicht die Zahl auf dem Datenblatt.
Was so ein Termin für die Mitarbeitenden bedeutet
Die wenigsten Menschen stehen gern vor einer Kamera, und im beruflichen Umfeld kommt hinzu, dass Kolleginnen und Kollegen in der Nähe sind. Wir planen deshalb kurze Zeitfenster pro Person und arbeiten in einem geschlossenen Raum statt mitten im Großraumbüro. Wer nur wenige Minuten braucht, verkrampft weniger.
Weil das Licht steht, bevor die erste Person hereinkommt, geht die eigentliche Aufnahme schnell. Wir zeigen unterwegs Zwischenergebnisse, damit niemand raten muss, wie er aussieht. Das nimmt den größten Teil der Anspannung, und die Bilder werden entsprechend besser.
Neutraler Hintergrund oder das eigene Haus im Bild?
Diese Frage kommt bei jedem Unternehmensporträt auf, und beide Antworten sind vertretbar. Ein neutraler Hintergrund ist ruhig, zeitlos und bleibt brauchbar, wenn das Team umzieht oder die Räume umgebaut werden. Er zeigt allerdings nichts über das Unternehmen, in dem die Person arbeitet.
Ein Hintergrund mit Bezug zum Haus erzählt mehr, altert aber schneller und lenkt bei kleinen Formaten ab. In der Praxis entscheiden wir das nach Verwendung: Für Profilbilder und Pressemappen ruhig, für erzählende Formate mit Umgebung. Beides in einem Termin aufzunehmen kostet kaum Zeit, weil nur der Hintergrund wechselt und das Licht stehen bleibt.
Unsere Rolle
Als Fotografen im Eurowings Headquarter
Wir haben Aufbau, Licht und Aufnahme übernommen und einen Teil der Unternehmensgruppe vor Ort porträtiert. Das Setting kam komplett von uns, vom Dreipunktlicht bis zum gebogenen Reflektor.
Geliefert haben wir eine bearbeitete Auswahl in den Formaten, die tatsächlich gebraucht werden: quadratisch für Profile, hoch für die Website, quer für Presse und interne Kommunikation.
Porträts für Ihr Team, aufgenommen bei Ihnen im Haus?

Jens Bergander
Fotograf & Videograf · screen-box · Aschaffenburg
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