
Homestory-Fotoshooting: ein Tag zwischen Terrasse und Reitstall
Ein Tag mit einer Kundin, ihrem Hund und ihrem Pferd
Jedes zweite Unternehmerporträt sieht gleich aus: Büro, verschränkte Arme, weiße Wand. Austauschbar wird es dadurch, dass niemand darauf zu sehen ist.
Eine Homestory dreht das um. Sie zeigt den Menschen dort, wo er nicht in seiner Rolle steht, sondern in seinem Leben. Für Selbstständige und Geschäftsführerinnen ist das kein privater Luxus, sondern der Teil ihrer Außenwirkung, den ein Studioporträt nicht liefern kann.

Warum ein Fotoshooting zu Hause mehr zeigt als im Büro
Im Büro funktioniert jeder. Man kennt die Umgebung, man kennt die Haltung, und nach zehn Minuten sieht man den Menschen an, dass sie fotografiert werden. Zu Hause fällt das weg. Da gibt es keine Rolle, in die man sich stellen kann, und genau deshalb entstehen dort Bilder, die tragen.
Für die Außenwirkung ist das der eigentliche Unterschied. Wer eine Dienstleistung verkauft, verkauft am Ende sich selbst. Kunden entscheiden nach Sympathie und Vertrauen, und beides lässt sich vor einer weißen Wand schwer herstellen. Ein Bild, auf dem jemand mit seinem Hund im Garten steht, sagt in einer Sekunde mehr über den Menschen als drei Absätze auf der Über-uns-Seite.
Ein Tag vor Ort: Terrasse, Hund, Reitstall
Wir haben eine Kundin an einem Tag begleitet, an dem nichts inszeniert war. Angefangen haben wir auf ihrer Terrasse, weil dort ihr Hund zu Hause ist. Der Hund war anfangs zurückhaltend, wie das bei fremden Menschen mit Kamera üblich ist. Nach einer Weile wurde er neugierig, kam von selbst näher, und ab da haben wir ihn so fotografiert, wie er tatsächlich ist.
Am Nachmittag sind wir raus zum Reitstall. Ein Pferd lässt sich nicht dirigieren, es reagiert auf Ruhe und auf die Person, die es kennt. Also haben wir gewartet, bis sie und ihr Pferd ihren eigenen Rhythmus gefunden hatten, und erst dann ausgelöst. Die stärksten Bilder des Tages sind in diesen Minuten entstanden, in denen niemand mehr an die Kamera gedacht hat.

Tiere sind der ehrlichste Teil der Geschichte
Mit Tieren zu fotografieren heißt vor allem: Zeit einplanen. Ein Hund posiert nicht, ein Pferd schon gar nicht. Was man stattdessen bekommt, ist Echtheit, und die lässt sich nicht nachstellen. Wer sein Tier dabei hat, hält die Kamera weniger für einen Gegner und mehr für einen Zaungast.
Genau das ist der Grund, warum wir dieses Format auch Unternehmerinnen und Unternehmern empfehlen. Es geht nicht um das Tier, sondern um die Wirkung, die es auf den Menschen davor hat. Wer entspannt ist, sieht auf Bildern aus wie er selbst. Das gilt im Reitstall genauso wie später auf der Website oder im LinkedIn-Profil.
Für wen sich eine Homestory lohnt
Sinnvoll ist das Format überall dort, wo die Person das Angebot trägt: bei Coaches, Beraterinnen, Handwerksbetrieben mit Gesicht, Kanzleien, Praxen und allen, die ihr Geschäft auf Vertrauen bauen. Auch für Teams funktioniert es, wenn nicht alle vor derselben Wand stehen sollen.
Was am Ende dabei herauskommt, ist selten nur ein Porträt. Meistens entsteht genug Material für Website, Social Media und Pressearbeit auf einmal, weil ein ganzer Tag mehr Situationen liefert als ein Studiotermin von einer Stunde. Wenn Sie so etwas planen, sprechen Sie uns an. Wir klären vorher, welche Orte zu Ihnen gehören, und richten den Tag danach aus.
Wie wir einen Homestory-Tag vorbereiten
Vor dem Termin klären wir zwei Dinge: welche Orte tatsächlich zu Ihnen gehören, und wie viel Zeit wir haben. Orte sind selten die offensichtlichen. Es ist eher die Werkstatt als das Wohnzimmer, eher der Stall als der Vorgarten, eher der Küchentisch, an dem morgens die Termine sortiert werden, als der Schreibtisch im Büro. Wir fragen deshalb konkret nach dem Tagesablauf und suchen darin die Stellen, an denen jemand wirklich zu Hause ist.
Kleidung besprechen wir vorher kurz, aber ohne Vorschriften. Zwei bis drei Wechsel reichen, und was Sie ohnehin oft tragen, funktioniert fast immer besser als das eigens gekaufte Hemd. Sind Tiere dabei, planen wir mehr Zeit ein und legen die Termine dorthin, wo das Tier ruhig ist. Bei Hunden ist das meist nach dem Spaziergang, bei Pferden eher am späten Nachmittag.
Was am Ende damit passiert
Ein Homestory-Tag liefert deutlich mehr Material als ein Studiotermin, weil sich die Situationen über Stunden ändern statt über Minuten. In der Praxis kommen dabei drei Sorten Bilder zusammen: ein paar ruhige Porträts für Website und Impressum, eine Reihe erzählender Aufnahmen für Social Media, und Querformate, die sich als Kopfbereich einer Seite oder in der Pressearbeit verwenden lassen.
Wichtig ist, das vorher zu wissen. Wer nur ein Profilbild braucht, ist mit einem kurzen Termin besser bedient. Wer seine Außendarstellung für die nächsten zwei Jahre aufstellen will, bekommt hier den Vorrat dafür. Wir liefern die Auswahl bearbeitet und in den Formaten, die Sie tatsächlich einsetzen, statt eines Ordners mit dreihundert Dateien, den nie jemand öffnet.
Wann wir davon abraten
Nicht jedem hilft dieses Format. Wer sich vor der Kamera grundsätzlich unwohl fühlt, wird das zu Hause nicht plötzlich ablegen, und wer sein Privates bewusst heraushalten möchte, sollte genau das tun. Auch bei Unternehmen, die ihre Außendarstellung streng über eine Marke steuern und nicht über Personen, passt eine Homestory selten ins Bild.
In diesen Fällen sagen wir das vorher. Ein sauberes Business-Porträt im Studio oder am Arbeitsplatz ist dann die bessere Wahl, kostet weniger Zeit und liefert genau das, was gebraucht wird. Die Homestory lohnt sich, wenn die Person das Angebot trägt. Sonst nicht.
Unsere Rolle
Als Fotografen bei einem Homestory-Termin
Wir haben den Tag von der Terrasse bis zum Reitstall begleitet, ohne Regieanweisungen und ohne Aufbau. Fotografiert wurde dort, wo die Situationen von selbst entstanden sind, mit vorhandenem Licht und viel Wartezeit an den Stellen, an denen Tiere im Spiel waren.
Geliefert haben wir eine bearbeitete Auswahl in Hoch- und Querformat, aufgeteilt nach Verwendung: ruhige Porträts für die Website, erzählende Aufnahmen für Social Media. Nutzungsrechte für alle eigenen Kanäle inklusive.
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Jens Bergander
Fotograf & Videograf · screen-box · Aschaffenburg
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