
Technische Filmproduktion KAITEC: Wenn Technik durchhalten muss
Technische Filmproduktion für die Industrie
Mittwoch, 12. Februar 2025. Auf dem Unigelände der Materialprüfanstalt Stuttgart liegt Spannung in der Luft.
Früh am Morgen betrete ich das Gelände mit meinem Equipment. Ich bin hier, um den Brandversuch der Firma KAITEC zu filmen. Ein Härtetest für Kommunikationstechnik, die im Ernstfall Leben retten soll. Das ist kein gewöhnlicher Drehtag: Es geht um das dokumentarische Festhalten eines einmaligen Vorgangs, nicht um schöne Bilder. Von der Vorbereitung über die Zündung bis zur Auswertung nach 100 Minuten war ich durchgehend vor Ort, um jede Phase des Versuchs lückenlos zu dokumentieren.

Vorbereitung
Jedes Detail zählt
Im Zentrum des Geschehens stehen zwei Kommunikationseinheiten: die autarke TMO A-Basisstation 2042 von KAITEC und eine Remote Unit vom Typ ION M. Eingebaut in ein speziell konzipiertes Rahmengestell, umgeben von modernster Brandschutztechnologie. Das Herzstück ist der neue modulare Brandschutzschrank CS90 Modular von Celsion, der genau dafür gebaut wurde, empfindliche Technik im Vollbrand zu schützen.
Ich filme die letzten Handgriffe der Techniker. Konzentration liegt in der Luft. Man sieht, wie viele Details beachtet werden müssen, bevor der eigentliche Test beginnt. Kabel, Halterungen, Messfühler, jedes Element musste exakt so positioniert sein, wie es die Prüfnorm vorschreibt, sonst wäre das Ergebnis am Ende nicht verwertbar gewesen. Diese Sorgfalt vor dem eigentlichen Versuch war für mich als Videograf genauso Teil der Geschichte wie das Feuer selbst.

Feuer entfacht
Loderndes Feuer trifft auf Hightech
Dann wird es ernst. Die MPA gibt den Versuch frei, ein schrilles Signal ertönt, die Kammer wird verriegelt. Was nun folgt, ist in seiner Intensität schwer zu beschreiben. Aber genau das ist meine Aufgabe: festhalten, was passiert. Kein zweiter Take, keine Regieanweisung, nur das reale Geschehen hinter der Sicherheitsscheibe.
„Die Flammen zünden direkt, ohne Vorwarnung.“
Die Hitze, das Warnlicht, die geschlossenen Türen. Und vor allem: das Vertrauen in Technik, die unter diesen Bedingungen funktionieren muss.
100 Minuten Belastung
Stabil. Durchgehalten. Erfolg.
Während draußen die Welt ruhig scheint, kämpfen im Inneren der Kammer Technik und Material gegen das Feuer. Meine Kamera läuft weiter, von sicheren Positionen aus dokumentiere ich jeden Abschnitt.
Für ein Team, das monatelang auf diesen einen Termin hingearbeitet hat, war dieser Moment der eigentliche Höhepunkt, mehr als jede einzelne Kameraeinstellung konnte er einfangen, wie viel an diesem einen Ergebnis hing.
„Nach exakt 100 Minuten ist es vorbei. Die Kammer wird geöffnet. Die Temperaturwerte sprechen eine klare Sprache: stabil. Die Systeme haben durchgehalten. Ein voller Erfolg für KAITEC und die eingesetzte Technik von Celsion.“
Warum Kommunikationstechnik im Feuer funktionieren muss
Die getestete TMO A-Basisstation 2042 und die Remote Unit ION M sind Teil der Funktechnik, die Einsatzkräfte in kritischen Momenten nutzen, wenn andere Netze längst ausfallen. Fällt Kommunikationstechnik während eines echten Brandes aus, kann das für Einsatzkräfte lebensgefährlich werden. Deshalb reicht für KAITEC keine Laborsimulation am Schreibtisch, es braucht den Nachweis unter Bedingungen, die einem echten Ernstfall so nahe wie möglich kommen.
Der Brandschutzschrank CS90 Modular von Celsion übernimmt dabei die Rolle des schützenden Gehäuses, das die empfindliche Elektronik im Inneren vor der Hitze abschirmt. Erst im Zusammenspiel aus Basisstation, Remote Unit und Schutzgehäuse zeigt sich, ob das Gesamtsystem hält, was es verspricht, nicht die einzelne Komponente für sich allein.
Kamera-Positionen bei einem Feuertest
Ein Brandversuch lässt sich nicht wie ein normaler Dreh planen. Sobald die Kammer verriegelt ist, gibt es keinen zweiten Versuch, keine Wiederholung einer verpassten Einstellung. Ich musste vorab mit der MPA klären, welche Positionen während der 100 Minuten sicher sind und welchen Abstand die Technik zur Hitzequelle braucht, ohne selbst Schaden zu nehmen.
Genau diese Unumkehrbarkeit macht den Unterschied zu einem gewöhnlichen Imagefilm-Dreh. Bei einem Produkt-Shooting kann man eine Einstellung wiederholen, bis sie passt. Bei einem Brandversuch entscheidet der einzige Durchlauf, ob am Ende brauchbares Material vorliegt oder nicht.
Sichtbarkeit für Technik und Kompetenz
Gerade für mittelständische Unternehmen bieten technische Dokumentarfilme eine Möglichkeit, komplexe Leistungen verständlich und authentisch zu zeigen. Der Brandversuch mit KAITEC hat das deutlich gemacht: Vertrauen entsteht durch klare Bilder und nachvollziehbare Prozesse.
Ein gut produzierter Film schafft Nähe und bleibt im Kopf – bei Kunden, Partnern oder neuen Mitarbeitenden. Für KAITEC ist das mehr als ein Nachweis gegenüber Prüfstellen. Es ist ein Beleg gegenüber Kunden aus dem Bereich kritischer Infrastruktur, dass die eigene Technik nicht nur auf dem Papier, sondern unter realen Extrembedingungen funktioniert, dokumentiert von unabhängiger Stelle und für jeden nachvollziehbar.
Impressionen
Beteiligte & Links
Meine Rolle
Technische Filmproduktion für die Industrie
Technische Produktionen wie dieser Brandversuch erfordern gründliche Vorbereitung. Welche Positionen sind sicher? Wo entstehen die aussagekräftigsten Bilder? Was darf gezeigt werden, was nicht? Das kläre ich immer vorab mit dem Kunden.
Das Ergebnis ist kein Werbevideo, sondern ein authentisches Dokument. Eines, das zeigt, wie Technik wirklich funktioniert. Und das beim Betrachter Vertrauen aufbaut. Für KAITEC bedeutet das am Ende ein Video, das intern für Schulungen, extern für Kunden und Partner sowie für die eigene Vertriebsarbeit einsetzbar ist, ein einziger Drehtag mit Material für mehrere Verwendungszwecke.
Technische Dokumentation oder Industriefilm geplant?

Jens Bergander
Fotograf & Videograf · screen-box · Aschaffenburg
Lass uns sprechen.
Fragen zum Projekt, Terminanfrage oder einfach austauschen. Wir sind direkt erreichbar.






