Wildpferde Aschaffenburg: Przewalski-Pferd grast im Herbst auf der Schweinheimer EXE
Social Media·Oktober 2026·Von Jens Bergander

Wildpferde Aschaffenburg: Reel zu 10 Jahren Nationalem Naturerbe

Reel und Fotos für die Stadt Aschaffenburg auf der Schweinheimer EXE

Für die Stadt Aschaffenburg haben wir am 10. Oktober 2026 ein Reel und Fotos bei den Wildpferden Aschaffenburg auf der Schweinheimer EXE produziert. Anlass war das Jubiläum „10 Jahre Nationales Naturerbe“.

Gedreht haben wir während einer Führung rund um die Koppel der Przewalski-Pferde. Das Reel läuft auf den Social-Media-Kanälen der Stadt und erzählt in kurzer Form, warum auf dem ehemaligen Exerzierplatz in Schweinheim heute Wildpferde, Heckrinder und Schafe grasen. Die Fotos ergänzen es mit ruhigeren Bildern vom selben Tag. Danke an Pferdeexpertin Jacqueline Knoll.

10 Jahre Nationales Naturerbe auf der Schweinheimer EXE

Die EXE war jahrzehntelang militärisches Übungsgelände. Die Nutzung hat dort ein Mosaik aus Sandflächen, offenen Bodenstellen, Tümpeln, Grünland und Gehölzen hinterlassen. Genau diese Mischung ist für viele seltene Arten wertvoll. Nach dem Ende der militärischen Nutzung stellte sich die Frage, wie man diese Flächen offen hält, ohne dass sie in wenigen Jahren zuwachsen. 2016 wurden rund 230 Hektar der staatlichen Flächen in das Nationale Naturerbe übernommen und sind seitdem dauerhaft für den Naturschutz gesichert. Eigentümerin ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) mit ihrem Geschäftsbereich Bundesforst.

Mit der Aufnahme ins Naturerbe kamen die ersten Przewalski-Pferde auf die Fläche, 2018 folgten Heckrinder, ergänzt wird die Beweidung durch Schafe. Die Tiere arbeiten als Landschaftspfleger: Beweidung und Tritt halten Flächen und Kleinstrukturen offen, und in den Sandbädern der Wildpferde entstehen immer wieder neue Rohbodenstellen. Davon leben Pflanzen und Tiere, die auf solche Flächen angewiesen sind. Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Aschaffenburg ist die lokale Ansprechpartnerin für das Gebiet und stimmt die Naturschutzziele mit der BImA ab. Zum Jubiläum luden BImA, das Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz der Stadt und der Naturpark Spessart am 3. Oktober 2026 zu einem Naturfest an der Umweltstation ein. Unser Drehtag lag eine Woche später.

Przewalski-Pferde in Aschaffenburg: fünf Fohlen im Jahr 2026

Das Przewalski-Pferd gilt als letzte echte Wildpferdeart der Welt und war in freier Wildbahn fast vollständig verschwunden. Dass es die Tiere heute wieder gibt, ist gezielter Zucht zu verdanken. Nach und nach werden Pferde aus diesen Programmen wieder in der Mongolei ausgewildert. Die Herde in Schweinheim ist Teil dieser Arbeit und trägt zum Fortbestand der Art bei.

Wie gut das auf der EXE funktioniert, zeigt das Jahr 2026: In Schweinheim kamen fünf Fohlen zur Welt. Für das Reel war das ein Glücksfall, denn junge Tiere in der Herde erzählen ohne viele Worte, dass ein Projekt lebt. Auf der Koppel bewegen sich die Pferde frei, sie kommen nicht auf Zuruf und lassen sich nicht positionieren. Wer sie filmt, muss warten können und die Kamera laufen lassen, wenn die Herde von selbst in eine gute Richtung zieht.

Führung rund um die Wildpferde: für wen sie sich lohnt

Die Führungen bietet Jacqueline Knoll über Wildpferde Aschaffenburg an. Der Rundweg um die Koppel ist 4,3 Kilometer lang, die Tour dauert etwa zweieinhalb Stunden und richtet sich an alle Altersgruppen. Unterwegs geht es um das Verhalten der Wildpferde und ihre Rangordnung in der Herde, um den Lebensraum der Gelbbauchunken, um die lichten Wälder am Rand der Fläche und um die Geschichte des Naturschutzgebiets. Etwas mehr als die Hälfte des Weges ist rollstuhlgerecht, mit dem Kinderwagen lässt sich die Runde gut gehen. Preise gibt es auf Anfrage, Gutscheine ebenfalls.

Interessant ist die Führung für Familien und für alle, die mehr über die Pferde wissen wollen, als man vom Zaun aus sieht. Vereine und Gruppen können eigene Themenführungen absprechen, auch mit Blick hinter die Kulissen. Für Kindergeburtstage werden Themen individuell ausgearbeitet. Schulen und Kindergärten finden ein eigenes Programm, etwa zu Przewalski-Pferden, Heckrindern, Tierspuren, Heilkräutern, Pilzen, dem Leben im Boden oder den Jahreszeiten. Wer im Raum Aschaffenburg einen Ausflug mit Lerneffekt sucht, ist hier richtig.

Wichtig für Besucher: Munitionsreste auf dem ehemaligen Militärgelände

So friedlich die EXE wirkt, sie war Übungsgelände, und im Boden liegen noch Munitionsreste. Deshalb gilt für alle Besucherinnen und Besucher: auf den Wegen bleiben und Hunde an der Leine führen. Abseits der Wege besteht Lebensgefahr. Die Stadt weist auch im Text zum Reel ausdrücklich darauf hin.

Die Regel gilt für Dreharbeiten genauso. Bei Tieraufnahmen ist Abstand ohnehin sinnvoll, damit sich die Pferde durch die Kamera nicht gestört fühlen. Nähe im Bild entsteht dann über lange Brennweiten und Geduld.

Reel und Fotos für die Social-Media-Kanäle der Stadt Aschaffenburg

Ein Reel für eine Stadtverwaltung muss in wenigen Sekunden funktionieren und trotzdem Inhalt transportieren. Hier sollten drei Dinge hängen bleiben: Es gibt seltene Wildpferde mitten in Aschaffenburg, sie haben eine Aufgabe im Naturschutz, und man kann sie besuchen, wenn man auf den Wegen bleibt. Das Reel ist im Hochformat geschnitten, damit es auf dem Smartphone den ganzen Bildschirm füllt. Veröffentlicht hat es die Stadt auf ihren eigenen Kanälen.

Die Fotos sind am selben Tag entstanden, parallel zum Dreh. Die Stadt kann sie für Pressemeldungen, die eigene Website oder spätere Beiträge zum Naturerbe nutzen. Aus einem Termin entsteht so Material für mehrere Kanäle: das Reel für die schnelle Reichweite, die Bilder für alles, was länger stehen bleibt.

Impressionen

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Als Videograf und Fotograf bei den Wildpferden dabei

Im Auftrag der Stadt Aschaffenburg haben wir am 10. Oktober 2026 ein Reel zum Jubiläum „10 Jahre Nationales Naturerbe“ gedreht und parallel Fotos gemacht. Drehort war die Koppel der Przewalski-Pferde auf der Schweinheimer EXE, während einer Führung rund um die Wildpferde.

Geliefert haben wir das fertig geschnittene Reel im Hochformat für die Social-Media-Kanäle der Stadt und eine Auswahl bearbeiteter Fotos. Bei Tieraufnahmen gibt die Herde das Tempo vor. Wir planen deshalb deutlich mehr Drehzeit ein, als das fertige Reel lang ist.

Ein Reel für Ihre Kommune oder Ihr Projekt? Wir helfen gerne.

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